Lauf-ABC-Übungen.
Das Nachschlagewerk.

26 verbreitete Lauf-ABC-Übungen und internationale Running Drills aus der Trainingsliteratur. Mit deutschen und englischen Namen, verständlichen Beschreibungen und weiterführenden Quellen.

Diese Übersicht fasst öffentlich dokumentierte Übungsformen von Leichtathletikverbänden, Hochschulen und Trainerausbildungsanbietern in eigenen Worten zusammen. Namen und Ausführungen können je nach Quelle variieren. Die Einträge beschreiben diese allgemeinen Formen – die eigenen Übungsdefinitionen des Drillwerk-Programms gehören nicht zu diesem Nachschlagewerk. Zum Quellenverzeichnis

Übungen entdecken

Fußkontakt

Fußgelenklauf auch niedrige Skippings

Einstieg

Kurze Schritte mit niedrigem Kniehub. Der Fuß setzt aktiv auf und rollt kontrolliert zur nächsten Bewegung ab.

Technikhinweis
Klein bleiben, aufrecht laufen.
Häufiger Fehler
Mit großen Schritten nach vorn greifen.

Weiterlesen: FAU · Übungssammlung Lauf-ABC

TappingsFast Feet

Aufbau

Sehr schnelle, kleine Kontakte auf der Stelle oder mit wenig Vortrieb. Die Übung betont die Schrittfrequenz.

Technikhinweis
Kurze Kontakte, lockere Schultern.
Häufiger Fehler
Tempo erzwingen und dabei verkrampfen.

Weiterlesen: FAU · Übungssammlung Lauf-ABC

GeradebeinlaufSchlaglauf / Straight-Leg Run

Aufbau

Die Beine pendeln mit geringer Kniebeugung aus der Hüfte. Der Fuß wird aktiv zum Boden geführt.

Technikhinweis
Locker lange Beine, aktiver Kontakt.
Häufiger Fehler
Mit starren Knien weit nach vorn greifen.

Weiterlesen: Welsh Athletics · Running Drills / Plyometrics

Ankle DribblesDribbles auf Knöchelhöhe

Aufbau

Kleine kreisende Schritte: Die Fußspitze hebt sich, der Fuß kommt knapp über dem Boden nach vorn und setzt unter der Hüfte wieder auf. Die Bewegung bleibt niedrig und fließend.

Technikhinweis
Kleine Kreise und gleichmäßiger Rhythmus.
Häufiger Fehler
Die Füße nur auf der Stelle hochziehen oder weit nach vorn greifen.

Weiterlesen: Welsh Athletics · Running Drills / Plyometrics

Knee DribblesDribbles mit höherem Kniehub

Aufbau

Die kreisende Beinführung der Ankle Dribbles wird vergrößert. Das Knie führt nach vorn, bevor der Fuß zurück unter den Körper kommt. Die Höhe richtet sich nach der kontrollierbaren Bewegung.

Technikhinweis
Den Kreis vergrößern, ohne nach hinten zu lehnen.
Häufiger Fehler
Kniehöhe erzwingen und dabei Haltung oder Rhythmus verlieren.

Weiterlesen: Welsh Athletics · Running Drills / Plyometrics

Beinführung

A-MarchA-Walk / A-March

Einstieg

Im Gehen abwechselnd ein Knie anheben und den Fuß unter dem Körper absetzen. Der gegenüberliegende Arm begleitet die Bewegung.

Technikhinweis
Aufrecht und im Gleichgewicht bleiben.
Häufiger Fehler
Das Standbein einknicken lassen.

Weiterlesen: Welsh Athletics · Running Drills / Plyometrics

A-SkipA-Skips

Aufbau

Ein rhythmischer Hopsschritt mit Kniehub: Ein kleiner Zwischenkontakt begleitet den Wechsel zwischen den Beinen.

Technikhinweis
Arme und Beine im Gegenrhythmus.
Häufiger Fehler
Den Fuß weit vor dem Körper aufsetzen.

Weiterlesen: Welsh Athletics · Running Drills / Plyometrics

KniehebelaufHigh Knees / High-Knee Run

Aufbau

Laufen mit betontem Kniehub und wenig Vortrieb. Die Arme unterstützen den Rhythmus.

Technikhinweis
Aufrecht bleiben.
Häufiger Fehler
Für hohe Knie nach hinten lehnen.

Weiterlesen: Scottish Athletics · Speed Curriculum

AnfersenButt Kicks / Heel Flicks

Einstieg

Die Fersen werden im lockeren Lauf Richtung Gesäß geführt. Die Hüfte bleibt lang.

Technikhinweis
Locker zurückführen.
Häufiger Fehler
Die Ferse mit Gewalt hochziehen.

Weiterlesen: NSCA · Speed & Agility

B-WalkB-March / B-Walk

Aufbau

Nach dem Kniehub den Unterschenkel kontrolliert vorführen, dann den Fuß aktiv zurück unter den Körper setzen.

Technikhinweis
Bewegung aus der Hüfte führen.
Häufiger Fehler
Die Landung nach vorn verlängern.

Weiterlesen: Welsh Athletics · Running Drills / Plyometrics

B-SkipB-Skips

Fortgeschritten

Die Beinführung des B-Walks wird mit Hopsschritten verbunden. Kniehub, Streckung und aktives Zurückführen bilden einen Rhythmus.

Technikhinweis
Vorführen und unter dem Körper landen.
Häufiger Fehler
Das Knie ruckartig durchstrecken.

Weiterlesen: Welsh Athletics · Running Drills / Plyometrics

Abdruck

HopserlaufSkipping

Aufbau

Rhythmisch auf einem Bein abspringen und darauf landen, anschließend die Seite wechseln.

Technikhinweis
Knie und Arme mitnehmen.
Häufiger Fehler
Nur Höhe suchen und den Rhythmus verlieren.

Weiterlesen: Scottish Athletics · Speed Curriculum

SprunglaufBounding / Alternate-Leg Bounds

Fortgeschritten

Fortlaufende Sprünge von einem Bein auf das andere. Der Abdruck wird deutlich betont.

Technikhinweis
Kontrolliert landen.
Häufiger Fehler
Sprungweite statt saubere Landung erzwingen.

Weiterlesen: Welsh Athletics · Running Drills / Plyometrics

PrellsprüngePogos / Ankle Hops

Aufbau

Kleine beidbeinige Sprünge auf der Stelle oder nach vorn. Der nächste Absprung folgt aus einem kurzen, aktiven Kontakt.

Technikhinweis
Klein beginnen und stabil bleiben.
Häufiger Fehler
Tiefe Kniebeugen aus jedem Kontakt machen.

Weiterlesen: Welsh Athletics · Running Drills / Plyometrics

Einbeinige HopsSingle-Leg Hops

Fortgeschritten

Mehrere kleine Sprünge auf demselben Bein. Die andere Seite folgt in einer eigenen Serie.

Technikhinweis
Balance vor Sprungweite.
Häufiger Fehler
Bei jeder Landung seitlich wegkippen.

Weiterlesen: Welsh Athletics · Running Drills / Plyometrics

Power SkipsKraftvolle Hopsschritte

Fortgeschritten

Aus einem rhythmischen Hopsschritt kräftig auf einem Bein abspringen. Das andere Knie und der gegenüberliegende Arm begleiten den Absprung. Auf demselben Bein landen, dann wechseln.

Technikhinweis
Mit kontrollierter Landung beginnen; erst danach mehr Höhe.
Häufiger Fehler
Maximale Sprunghöhe suchen und hart oder instabil landen.

Weiterlesen: Scottish Athletics · Speed Curriculum

Koordination

SeitgaloppSide Shuffle / Lateral Shuffle

Einstieg

Seitwärts bewegen, indem ein Fuß öffnet und der andere nachsetzt. Die Beine überkreuzen sich nicht.

Technikhinweis
Beide Richtungen üben.
Häufiger Fehler
Die Füße zusammenstoßen lassen.

Weiterlesen: NSCA · Speed & Agility

ÜberkreuzlaufKreuzlauf / Carioca / Grapevine

Aufbau

Seitwärts laufen und das nachfolgende Bein abwechselnd vor und hinter dem anderen kreuzen.

Technikhinweis
Langsam koordinieren.
Häufiger Fehler
Nur zu einer Seite üben.

Weiterlesen: NSCA · Speed & Agility

RückwärtslaufBackward Running / Backpedal

Aufbau

Mit kurzen Schritten rückwärts laufen und die Arme mitführen. Den freien Weg vorher prüfen.

Technikhinweis
Richtung regelmäßig kontrollieren.
Häufiger Fehler
Ohne Sichtkontrolle beschleunigen.

Weiterlesen: NSCA · Speed & Agility

Arm Action DrillArmarbeit im Stand

Einstieg

Im stabilen Stand die angewinkelten Arme abwechselnd vor und zurück führen. Die Bewegung kommt aus der Schulter; Hände und Gesicht bleiben locker. Anschließend denselben Rhythmus beim Gehen ausprobieren.

Technikhinweis
Arme vor und zurück, Schultern entspannt.
Häufiger Fehler
Die Arme stark vor dem Körper kreuzen oder die Schultern hochziehen.

Weiterlesen: NSCA · Speed & Agility

Transfer

SteigerungslaufStrides / Build-Ups

Aufbau

Aus lockerem Laufen fließend beschleunigen. Er verbindet die Technikarbeit mit der vollständigen Laufbewegung.

Technikhinweis
Schneller werden, locker bleiben.
Häufiger Fehler
Sofort maximal sprinten.

Weiterlesen: FAU · Übungssammlung Lauf-ABC

Wall MarchKniehub an der Wand

Einstieg

Mit den Händen an einer stabilen Wand abstützen und den Körper als gerade Linie nach vorn neigen. Ein Knie anheben, den Fuß absetzen und langsam wechseln. Die Übung isoliert die Beinführung in einer Beschleunigungsposition.

Technikhinweis
Kopf, Rumpf und Standbein in einer Linie halten.
Häufiger Fehler
An der Hüfte abknicken oder ins Hohlkreuz fallen.

Weiterlesen: NSCA · Speed & Agility

Wall SwitchesBeinwechsel an der Wand

Aufbau

Aus der abgestützten Position mit einem angehobenen Knie die Beine zügig tauschen. Nach jedem einzelnen Wechsel die neue Position kurz stabilisieren. Erst sichere Einzelwechsel, dann kurze Serien üben.

Technikhinweis
Den Wechsel kurz halten und die Position kontrollieren.
Häufiger Fehler
Schnelle Serien machen, obwohl der Rumpf mitwippt.

Weiterlesen: NSCA · Speed & Agility

Wall RunLaufbewegung an der Wand

Aufbau

In der abgestützten, geneigten Position die Beine in kurzen Serien rhythmisch wechseln. Anders als beim Wall March folgt der nächste Kontakt direkt. Die Übung betont die Beinbewegung; echtes Beschleunigen wird anschließend frei geübt.

Technikhinweis
Kurze Serien mit gleichbleibender Körperlinie.
Häufiger Fehler
Immer schneller treten und dabei die Hüfte absinken lassen.

Weiterlesen: NSCA · Speed & Agility

Falling StartFallstart zur Beschleunigung

Aufbau

Aus aufrechtem Stand den ganzen Körper leicht nach vorn neigen, bis ein Schritt nötig wird. Diesen Übergang für einige kurze Beschleunigungsschritte nutzen, dann locker auslaufen. Es geht um den fließenden Start, nicht um extremes Fallen.

Technikhinweis
Als Einheit neigen und früh kontrolliert loslaufen.
Häufiger Fehler
An der Hüfte einknicken oder zu lange mit dem ersten Schritt warten.

Weiterlesen: NSCA · Speed & Agility

Wicket RunsLaufen über niedrige Minihürden

Fortgeschritten

Nach einem lockeren Anlauf rhythmisch durch eine Reihe sehr niedriger Minihürden laufen. Die Abstände müssen zur eigenen Schrittlänge und zum Tempo passen. Der Fuß landet zwischen den Hürden unter dem Körper; über die Hindernisse wird gelaufen, nicht gesprungen.

Technikhinweis
Passende Abstände und flüssiges Laufen haben Vorrang.
Häufiger Fehler
Fremde Hürdenabstände übernehmen und dadurch Schritte erzwingen.

Weiterlesen: ALTIS · Wicket Runs

Wenige Übungen. Ein klares Ziel.

Starte nach dem lockeren Aufwärmen auf einer ebenen, freien Strecke. Als einfache Routine: A-March, Fußgelenklauf und Anfersen, jeweils zwei Durchgänge über etwa 10–15 Meter. Gehe locker zurück und beginne den nächsten Durchgang erst wieder konzentriert.

Die Strecke ist ein Einstiegsvorschlag, keine feste Vorgabe. Beginne mit kleinen Bewegungen. Steigere erst den Rhythmus, dann die Schwierigkeit. Übertrage anschließend einen Technikhinweis in einen kurzen lockeren Lauf.

Mehr Grundlagen findest du in Lauf-ABC erklärtLauf-ABC-Übungen und unserem Ratgeber zur Laufkoordination.

Häufige Fragen zum Lauf-ABC

Was ist Lauf-ABC?

Lauf-ABC bezeichnet Technik- und Koordinationsübungen, die einzelne Teile der Laufbewegung betonen. Sie ergänzen das Laufen; sie ersetzen es nicht.

Welche Lauf-ABC-Übungen eignen sich für Anfänger?

Ein möglicher Einstieg sind A-March, Fußgelenklauf und lockeres Anfersen. Wähle wenige Übungen und übe zunächst langsam. Sprunglauf und schnelle einbeinige Sprünge kommen später.

Sind Skippings, Dribbles und Kniehebelauf dasselbe?

Die Begriffe werden unterschiedlich verwendet. Skippings kann niedrigen Fußgelenklauf oder Lauf mit höherem Kniehub meinen. Dribbles betonen eine zyklische Beinbewegung in unterschiedlichen Höhen. Entscheidend sind Bewegungsziel und Ausführung, nicht allein der Name.

Wie oft sollte ich Lauf-ABC machen?

Beginne beispielsweise mit einer kurzen Einheit pro Woche nach dem Aufwärmen. Drei einfache Übungen mit jeweils zwei kurzen Durchgängen sind ein möglicher Start. Umfang und Schwierigkeit richten sich nach deiner Erfahrung.

Muss ich alle Übungen in einer Einheit machen?

Nein. Wähle wenige Übungen passend zu deinem Technikziel. Beende einen Durchgang, sobald Haltung oder Rhythmus unkontrolliert werden. Bei Schmerzen brich ab.

Wie unterscheidet sich Drillwerk von dieser Übungsliste?

Hier findest du allgemeine Übungsformen aus der Trainingsliteratur. Das Drillwerk-Programm arbeitet mit eigenen Definitionen und einem aufeinander aufbauenden Lernweg: die passenden Bewegungen sukzessive lernen, festigen und in deinen Lauf übertragen.

Die Literatur zeigt die Übungen.
Drillwerk gibt dir den Lernweg.

Im Drillwerk-Programm lernst du eigene, klar definierte Drills Schritt für Schritt. Du baust die Bewegungen sukzessive auf, festigst sie und überträgst das Gelernte in deinen Lauf. Drei Drills sind frei zugänglich.

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Quellen & weiterführende Literatur

Die folgenden Primärquellen dokumentieren die Übungsformen und ihre technischen Schwerpunkte. Die Kurzbeschreibungen sind redaktionelle Zusammenfassungen, keine wörtlichen Zitate. Level, Technikhinweise und typische Fehler sind Orientierungshilfen dieser Übersicht, keine einheitliche Bewertung der Quellen.